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13.06.19 | 15:56
Börse Stuttgart-News: Trend am Mittag
dpa-AFX

Euwax Trends an der Börse Stuttgart

DAX: Und plötzlich geht was...!

Aktienmarkt: Jahreshoch rückt in Reichweite

Es sah im frühen Handel so aus, als würde auch heute kein besonders einfacher Handelstag

werden. Der DAX eröffnet leicht schwächer und kämpfte erneut vor allem mit der Marke von 12.100

Punkten. Die Vorgaben aus Übersee waren ebenfalls eher durchwachsen, weshalb auch von dieser

Seite keine wesentlichen Impulse zu erwarten waren. Doch im Verlaufe des Vormittags legte der

deutsche Leitindex (etwas überraschend) zu und kletterte sogar bis knapp an die 12.200 Punkte-

Marke. Der vor allem von technischen Analysten erhoffte Ausbruch über die 12.200 Punkte, blieb

allerdings bis dato aus. Doch ein bisschen Zeit bleibt ja noch

Die Leitindizes in den USA gaben gestern alle (moderat) nach. Der Nikkei verlor bis heute

Morgen 0,6 Prozent an Wert. Vor allem an den Börsen in Asien dominiert in diesen Tagen die

Unsicherheit. Der anhaltende Handelsstreit zwischen China und den USA, sowie die zunehmenden

Unruhen in Hongkong sorgen derzeit für anwachsende Unsicherheit unter den Marktteilnehmern.

Morgan Stanley warnt vor Rezession

Sorgen, die nicht nur die Anleger in Asien belasten: Morgan Stanley warnte jüngst eindringlich

vor einer weiteren Eskalation in Bezug auf den Handelsstreit zwischen China und den USA. Laut

einer Studie der US-Investmentbank, hätte ein weiter anhaltender Handelsstreit dramatische

Folgen für die Weltwirtschaft. Sollte der Zwist weiter anhalten, so würde die Weltwirtschaft

spätestens im ersten Quartal 2020 in eine Rezession abdriften. Chetan Ahya, Chefvolkswirt bei

Morgan Stanley: „Wenn die Gespräche ins Stocken geraten, wird kein Abkommen geschlossen und die

USA erheben 25 Prozent Zölle auf die restlichen 300 Milliarden Dollar an Importen aus China. In

dem Fall erwarten wir, dass die Weltwirtschaft in Richtung Rezession geht". Die Folgen für den

Aktienmarkt wären entsprechend gravierend. So beziffert Ahya das Abwärtspotenzial allein für

den S&P 500 auf gut 16 Prozent. Noch sei nichts Dramatisches passiert, so Ahya weiter, doch er

warnt gleichzeitig vor allzu großer Sorglosigkeit. Viele Marktteilnehmer würden die Risiken

unterschätzen.

5G-Auktion abgeschlossen

Aus deutscher Sicht sorgt die abgeschlossene Auktion für 5G-Frequenzen für Aufmerksamkeit.

Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen und Monaten 41 Frequenzblöcke versteigert. Die

Einnahmen lagen dabei doch recht deutlich über den Erwartungen: So zahlen Deutsche Telekom,

Vodafone, Telefonica Deutschland sowie 1&1 Drillisch insgesamt 6,55 Milliarden Euro für die bis

2040 laufenden Lizenzen. Telekom und Vodafone sicherten sich für 2,17 und 1,88 Milliarden Euro

13 beziehungsweise 12 Frequenzbänder, die Muttergesellschaft von O2, Telefonica Deutschland,

erwarb für 1,42 Milliarden Euro 9 Blöcke Frequenzband. Der Mobilfunkbetreiber 1&1 Drillisch,

der bislang kein eigenes Netz betreibt, legt 1,07 Milliarden Euro auf den Tisch und sichert

sich so 7 Blöcke. Das kommt bei den Anlegern offenbar gut an, und die Drillisch-Aktie legt im

frühen Handel um mehr als zwei Prozent zu. Im Zuge dessen dreht die Drillisch-Aktie jedoch

schon wieder ab, und gehört mittlerweile sogar zu den großen Verlierern im Tec-DAX.

Kapitalerhöhung: Varta beschafft sich frisches Geld

Zu den großen Gewinnern im SDAX gehört heute die Varta-Aktie. Anteilsscheine des

Batterieherstellers legen in der Spitze heute um knapp neun Prozent zu. Varta beschaffte sich

jüngst im Zuge einer Kapitalerhöhung rund 104 Millionen Euro an frischer Liquidität. Wie der

Konzern mitteilte, konnten über Nacht 2,2 Millionen Anteilsscheine bei internationalen

Investoren erfolgreich platziert werden. Die Platzierung der neuen Aktien erfolgte ohne

Abschlag gegenüber dem Xetra-Schlusskurs des Vortages.

Börse Stuttgart TV

Nun ist das erste Börsenhalbjahr 2019 schon bald wieder Geschichte. Die zweite Jahreshälfte

steht vor der Tür und es wird wieder einmal Zeit für eine kleine Bilanz. Wie sind die ersten

sechs Monate zu bewerten? Was kommt im zweiten Halbjahr auf uns zu? Eine Einschätzung von

Andreas Lipkow, Comdirect, bei Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://youtu.be/yI6j-GHgMxg

Euwax Sentiment Index

Die heutige DAX-Bewegung von den Derivateanlegern in Stuttgart erstaunlich gut antizipiert: Im

frühen Handel waren vor allem Call-Positionen gesucht. Nachdem der DAX sich tatsächlich nach

oben arbeiten konnte, wurden diese jedoch zeitnah verkauft und Gewinne eingefahren.

Trends im Handel

Einen geradezu verheerenden Handelstag erleben heute die Aktionäre von Aurubis. Bereits im

April senkte der Konzern aus dem MDAX seine Gewinnprognose. Nun folgte die nächste

Hiobsbotschaft. Wie der Konzern per Pflichtmitteilung bekannt gab, erwartet man zusätzliche

Belastungen des Konzernergebnisses. Zudem müssen zusätzliche Abschreibungen von rund 30

Millionen Euro für das Projekt „Future Complex Metallurgy“. Das Projekt wird gestoppt. Die

Turbulenzen bleiben nicht ohne Konsequenzen auf der Führungsebene: Der Vorstandsvorsitzende

Jürgen Schachler wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Auch an der Börse hinterließen die

Nachrichten bereits ihre Spuren und die Aurubis-Aktie gab in der Spitze um knapp zehn Prozent

nach. Allen schlechten Nachrichten zum Trotz nutzen viele Derivateanleger den heutigen

Rücksetzer zum Einstieg, weshalb ein Call-Optionsschein auf Aurubis zu den meistgehandelten

Scheinen an der EUWAX zählt (WKN: MF7653)

Erneut im Fokus steht heute, wie bereits am Vortag, ein Call-Optionsschein auf die Netflix-

Aktie (WKN: MF7NTX). Die Mehrheit der Derivateanleger greift auch am heutigen Handelstag noch

einmal zu.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und

Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung

für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem

Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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