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21.05.19 | 14:41
Aktien Frankfurt: Entspannungssignale im Handelskonflikt stützen Dax-Erholung
dpa-AFX

Entspannungssignale im internationalen Handelsstreit haben dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag eine Erholung ermöglicht. Der Dax machte einen Teil seiner kräftigen Vortagesverluste wett und rückte bis zum Nachmittag um 1,00 Prozent auf 12 161,79 Punkte vor. Der MDax gewann 0,33 Prozent auf 25 567,10 Zähler.

Tags zuvor hatte die Ankündigung von US-Sanktionen gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei vor allem die Chipbranche deutlich unter Druck gebracht. Auch wegen des Iran-Konflikts und der dadurch weiter steigenden Ölpreise hatten die Anleger mehrheitlich Vorsicht walten lassen. Inzwischen nun lockerten die USA in der Causa Huawei ihre Verfügungen etwas.

"Die aktuell etwas aufgehellte Stimmung ist womöglich nur von kurzer Dauer", kommentierte Marktexperte Frederik Altmann von der Alpha Wertpapierhandels GmbH. "Übergeordnet bleibt der Markt wegen des schwelenden Handelskriegs verwundbar."

Unternehmensseitig standen im deutschen Leitindex vor allem die Papiere von Siemens im Blick, die um 1,7 Prozent stiegen. Eine Kaufempfehlung der Credit Suisse gab Auftrieb. Die Portfolio-Verschlankung und das Bekenntnis zur Verbesserung der Barmittel-Entwicklung überlagerten die kurzfristigen zyklischen Risiken, schrieben die Analysten der Schweizer Bank, hoben die Aktie auf "Outperform" und das Kursziel von 115 auf 143 Euro. Die Papiere des Chemieriesen BASF wurden von einer Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler gestützt und stiegen um marktkonforme 0,7 Prozent.

Die Anteile des Biotechnologieunternehmens Evotec profitierten von der Ankündigung einer Übernahme und gewannen im MDax 2,0 Prozent. Evotec übernimmt den US-Biologika-Experten Just Biotherapeutics und signalisierte eine positive Überarbeitung der Jahresziele. Um ebenfalls 2,0 Prozent legten zudem die Aktien von Scout24 zu, nachdem sich US-Investor Paul Singer über seinen Hedgefonds Elliott einen Anteil von 6 Prozent an dem Portalbetreiber gesichert hat.

Dagegen machte Elliott zugleich einen Rückzug bei Uniper . Er will auf der Hauptversammlung nun keinen Beherrschungsvertrag des Energiekonzerns mehr mit dessen finnischen Großaktionär Fortum fordern. Daraufhin sackten die Uniper-Papiere zuletzt um 4,3 Prozent ab und hielten damit die rote Laterne im Index der mittelgroßen Werte.

Ceconomy waren Favorit im SDax mit plus 5,0 Prozent und profitierten von besser als erwartet ausgefallenen Ergebniskennziffern im zweiten Geschäftsquartal des Unterhaltungselektronik-Händlers. Die Anteile von Leoni indes setzten ihre steile Talfahrt der vergangenen Wochen und Monate fort und büßten am Index-Ende 4,7 Prozent ein. Analystenkommentare weckten Befürchtungen über eine womöglich bald anstehende massive Kapitalerhöhung beim Autozulieferer aus Nürnberg.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte auf 143,48 Punkten. Der Bund-Future sank um 0,10 Prozent auf 166,56 Zähler.

Der Euro gab moderat nach und kostete am Nachmittag 1,1155 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1167 Dollar festgesetzt./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  EU0009658145  DE0008467416

AXC0162 2019-05-21/14:41

Relevante Links:  Scout24 AG, BASF SE, Ceconomy AG, Fortum Oyj, Leoni AG, Evotec SE, Siemens AG, Uniper SE
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