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11.04.19 | 14:04
Investmentfondsbranche meldet deutliche Zuwächse im ersten Quartal / Fondsvolumen in Österreich im 1. Quartal 2019 um 4,7 Prozent auf 172,3 Mrd. Euro gestiegen - Investmentfonds legen deutlich zu
APA/dpa-AFX

Die heimische Fondsbranche freut sich nach einem "einem äußerst schwierigen Jahresfinale 2018 " über deutliche Zuwächse im ersten Quartal. Das österreichische Fondsvolumen der Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften ist von Jahresbeginn bis Anfang April um rund 7,78 Milliarden Euro bzw. 4,73 Prozent auf 172,34 Milliarden gestiegen.

Die Volumenveränderung setzt sich aus 0,42 Milliarden Euro an Nettomittelabflüssen, 0,29 Milliarden an Ausschüttungen und 8,49 Milliarden an Kursgewinnen zusammen, gab die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) bekannt.

Für die Abflüsse zu Jahresende sieht VÖIG-Präsident Heinz Bednar die Verunsicherung der Investoren im Zuge zahlreicher offener politischer Probleme und Fragestellungen wie die künftige Gestaltung der Handelsbeziehungen zwischen China und den USA bzw. Europa oder den Brexit verantwortlich. "Das Ausmaß der Kursabschläge war übertrieben. Umso erfreulicher ist es, dass die Investoren den Rebound an den Märkten nutzen konnten", so Bednar.

Laut den von der VÖIG ausgewiesenen Volumensdaten für Ende März hat sich der Anteil der Aktienfonds seit Jahresbeginn mit einem Wert von 16,8 Prozent deutlich verbessert. Mischfonds konnten ihre führende Rolle mit 43,9 Prozent unterstreichen, während der Anteil der Anleihenfonds abermals eine Spur auf 39,2 Prozent zurück ging. Einen großen Volumenzuwachs konnten nachhaltige Fonds verbuchen: Das Volumen erhöhte sich seit Jahresbeginn um 25,2 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro.

Aufgrund der guten Marktentwicklung konnten laut VÖIG alle Fondskategorien positive Erträge verbuchen. Performancesieger seit Jahresultimo 2018 waren die Aktienfonds Nordamerika mit 15,54 Prozent. Die Aktienfonds performten in allen Regionen positiv. Im Bereich der vermögensverwaltenden Fonds bewegte sich die Wertentwicklung zwischen rund 4,01 und 7,46 Prozent. Bei den Anleihenfonds legten die Erträge zwischen 0,89 und 3,02 Prozent zu.

Ungebrochen beliebt sind in Österreich die Immobilienfonds. Das Volumen der offenen Immobilienfonds wuchs im ersten Quartal 2019 um 3,9 Prozent auf 8,67 Mrd. Euro. Insgesamt verwalteten die 17 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende März 1.998 Wertpapierfonds, davon 750 Publikumsfonds und 1.248 Spezialfonds.

2018 war für die Fondsindustrie angesichts der politischen Unsicherheiten und des Handelskonflikts zwischen China und den USA weltweit ein herausforderndes Jahr. Per Jahresende 2018 stand das weltweite in Fonds veranlagte Volumen (nach der Definition UCITS & AIF) beim Ausgangspunkt von 44 Billionen Euro, nachdem es im dritten Quartal bis auf 47 Billionen geklettert war.

"Trotz der Marktverwerfungen im Dezember konnte das Rekord-Hoch des Vorjahres verteidigt werden. Nach zehn Jahren mit ständig wachsenden Fondsvolumina stehen wir zu Jahresbeginn 2019 noch immer bei einer Verdreifachung der weltweiten Volumina, ausgehend von 2008", gab der Generalsekretär der Vereinigung Ausländischer Investmentgesellschaften in Österreich (VAIÖ), Berndt May, anlässlich des anstehenden Weltfondstags am 19. April bekannt.

Weltweit dominieren laut VAIÖ weiterhin Aktienfonds mit einem Marktanteil von 40 Prozent. Die zweitgrößte Anlageklasse sind Anleihenfonds (21,1 Prozent), gefolgt von Multi-Asset (gemischten) Investmentfonds mit einem Marktanteil von 17,2 Prozent.

mik/bel

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